FairGedacht
soziale und ökologische
        Organisationsentwicklung

UMWELT UND RESSOURCEN


Systemprobleme (innen)

Die Automobilindustrie sowie wir als die Konsumenten der Produkte, sind massiv an der Vernichtung von endlichen, nicht erneuerbaren Rohstoffen beteiligt, die aber auch in Zukunft dringend benötigt werden. Zudem verschmutzen wir die Umwelt durch Schadstoffe und zerstören damit unser Ökosystem. Der Anteil der Maßnahmen der Unternehmen oder der Konsumenten, die die Leistungen zur Regeneration des Ökosystems wiederherstellen oder unterstützen, ist nur gering. Welche Leistungen und Rohstoffe sind gemeint und in der Automobilindustrie auch in der Zukunft notwendig? Der Wirtschaftswissenschaftler Hermann Daly unterscheidet in seinen Buch Ecological Economics zwischen den Leistungen des Ökosystems und den Rohstoffen, die die Natur bereitstellt. Es werden acht Kategorien gebildet, die das Verständnis für die ökonomische Bedeutung dieser Ressourcen, nicht nur für die Automobilindustrie, verdeutlichen sollen.

Die ersten fünf Kategorien nennt man abiotische Ressourcen.

1. Fossile Brennstoffe - zur Bereitstellung von Energie und Herstellung von Materialien und Gütern (nicht erneuerbare Ressource)

2. Mineralien - zur Herstellung von Materialen und Gütern. Die Erde stellt einen festen Bestand dieser Grundelement zur Verfügung (nicht erneuerbare Ressource)

3. Wasser – Zum Überleben benötigt der Mensch sauberes Wasser von dem es nur einen winzigen Anteil der Gesamtmenge gibt (nicht erneuerbare Ressource).

4. Land – Die Erde bietet uns Land als Ressource in einer bestimmten physikalische Größe und Struktur. Abhängig der Geologie, Sonneneinstrahlung und den Wetterverhältnissen ist Land für verschiedene Anwendungen der Menschen und für ein intaktes Ökosystem bedeutend (nicht erneuerbare Ressource).

5. Solarenergie – als unendliche Ressource zur Nutzung des menschlichen Energiebedarfs und zur Aufrechterhaltung des Ökosystems der Erde.

Die letzten drei Kategorien bezeichnet man als biotische Ressourcen.

6. Nachwachsende Rohstoffe – Biologische Ressourcen werden als nachwachsende Rohstoffe bezeichnet. Organismen reproduzieren sich selbst mit Hilfe der Photosynthese und Sonnenenergie. Praktisch alle lebenden Organismen sind davon abhängig. Nachwachsende Rohstoffe sind nur erneuerbar, wenn weniger verbraucht wird als sich zeitlich erneuern kann.

7. Ökosystem – wird als Dienstleistung verstanden. Gemeint ist die Interaktion aller Organismen um das Ökosystem Erde stabil zu halten.

8. Schadstoffsenken – oder auch Abfallabsorption. Ökosysteme produzieren Abfälle die auf natürlichem Wege Wiederverwendung finden und einen organischen Nährstoffkreislauf bilden. Menschen aber produzieren auch Schadstoffe, die nur bedingt in die Nährstoffkreisläufe wieder aufgenommen oder umgewandelt werden können. Die Menge der Emissionen (Schadstoffe) darf dabei nicht größer sein als die Senke aufnehmen und abbauen kann.

Am Verbrauch der endlichen, nicht erneuerbaren Ressourcen (Kategorie 1-4) und das Überstrapazieren der Schadstoffsenken ist die Automobilindustrie massiv beteiligt. Spätestens seit dem Erscheinen des Buches „Die Grenzen des Wachstums“ im Jahr 1972 und den Nachfolgeauflagen ist klar, dass der ökologische Fußabdruck der Menschen, der den gesamten Einfluss der Menschheit auf die Natur umfasst, die Grenzen der Nachhaltigkeit überschritten hat.

Irritationspotential (außen)

Die heutzutage schon erkennbare Preisexplosion der Rohstoffe, durch die Endlichkeit von Ressourcen und/oder Gesetze zur Minderung des Rohstoffverbrauchs und dem Ausstoß von Schadstoffen, kann das System stark beeinflussen und irritieren. Sekundärauswirkungen wie Krieg und soziale Unruhen aufgrund von Rohstoffknappheit nicht erneuerbarer Rohstoffe sind möglich.